MINT-Berufe: Was steckt dahinter?

Wenn wir über MINT sprechen, geht es, wie du vielleicht schon ahnst, nicht um Kaugummi oder frischen Atem. Nein, es geht auch dieses Mal um die Arbeitswelt. MINT-Berufe sind nämlich Berufe aus den Themenfeldern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Diese sind in der Arbeitswelt 4.0 besonders vielversprechend. Warum? Das erklären wir dir in diesem Beitrag. Außerdem erfährst du welche Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen die Jobs bergen und welchen Herausforderungen sie gegenüberstehen.

MINT-Berufe: Was steckt dahinter?

Was sind MINT-Berufe?

Doch erst noch einmal von Anfang an. Wir haben bereits erwähnt, dass es bei den MINT-Berufen um jegliche Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft sowie Technik geht. Diese Bereiche sind für die Innovationskraft von Volkswirtschaften sehr wichtig. Insbesondere durch die fortschreitende Digitalisierung, Stichwort Arbeit 4.0, und die Herausforderungen im Kampf gegen die Klimakrise sind diese Bereiche besonders gefragt. Allerdings beklagen Unternehmen, dass es an genau diesen Arbeitskräften mangelt. Schon jetzt gibt es in einigen Jobs des MINT-Sektors einen Fachkräftemangel. Angesichts der Entwicklungen und Prognosen für die Zukunft wird dieser noch weiter steigen und ausgebildete Fachkräfte noch begehrter.

Der Fachkräftemangel und der Kampf am Arbeitsmarkt um qualifizierte Arbeitskräfte bedeutet für die Arbeitnehmer*innen oft bessere Arbeitsbedingungen wie höhere Entlohnung oder Ähnliches. Zumindest bedeutet es jedenfalls eine gute Verhandlungsposition bei Einstellungsgesprächen. Über den Fachkräftemangel kannst du im folgenden Beitrag mehr lesen:


Potenzial im MINT-Bereich

Eine Studie des IHS, Institut für Höhere Studien, zeigt, dass es durchaus Unterschiede gibt, was das Potenzial betrifft. Im MINT-Fokusbereich, also Technik und Informatik, ist der Bedarf an Expert*innen am höchsten. Daraus ergibt sich, dass Fachkräfte in diesen Berufen nur kurz nach geeigneten Stellen suchen müssen, sie häufiger in Anstellungen sind, die ihrer Qualifikation entsprechen und gesamt seltener arbeitslos sind oder mehrere Jobs ausüben müssen. Sie erhalten nämlich meist ein überdurchschnittlich hohes Einkommen.

In anderen MINT-Bereichen hängen die Zukunftschancen stärker von der Spezialisierung ab.

In den Naturwissenschaften sind technische und biotechnologische Kompetenzen vielversprechend. In den Bereichen Biologie und Umwelt sowie Architektur ist der Einstieg in's Arbeitsleben hingegen oft schwierig.


MINT-Berufe steht für Jobs im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik

MINT-Berufe - Mathematik

Mathematik

Mathematik spielt in unserer modernen Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Smartphones, Roboter, Maschinen in Produktion oder Gesundheitsbereichen - ohne Mathematik wäre würde das alles nicht funktionieren. Dementsprechend wichtig ist der Bereich aktuell und auch in Zukunft.

Mathematiker*innen arbeiten dabei in verschiedensten Bereichen: Beispielsweise als Bankkaufmann*frau, Versicherungskaufmann*frau, Unternehmensberater*in, Handel (Einzelhandelskaufmann*frau / Großhandelskaufmann*frau) und Transport, Energiewirtschaft, Telekommunikation, Medizin, Automobilindustrie oder im Bildungssektor. In einigen dieser Bereiche kann man auch eine Lehre machen: Beispielsweise als Bank- oder Versicherungskaufmann*frau.

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MINT-Berufe - Informatik

Informatik

Wie erwähnt ist der MINT-Fokusbereich mit Technik und Informatik besonders vielversprechend. Doch nicht nur bei Unternehmen sind diese Jobs beliebt, sondern auch bei jungen Menschen, die eine Ausbildung machen möchten. Es gibt nämlich zahlreiche Jobs, die ohne akademischen Abschluss nach einer Ausbildung ausgeübt werden können. Mechaniker*in, Mechatroniker*in, Elektroniker*in oder Automatisierungstechniker*in kann man beispielsweise als Lehrberuf erlernen.

Darüber hinaus gibt es sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten entsprechende Studiengänge. In einem solchen spezialisiert man sich meist im Verlauf des Studiums. Zu möglichen Bereichen zählen: Wirtschaftsinformatik, angewandte Informatik, Medizininformatik, Bioinformatik, Medieninformatik, technische Informatik sowie Navigation und Umweltrobotik.

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MINT-Berufe - Naturwissenschaft

Naturwissenschaft

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass es in der Naturwissenschaft Bereiche gibt, in denen der Berufseinstieg durchaus etwas herausfordernd sein kann. Nichtsdestotrotz bietet auch dieses MINT-Fach Chancen.

Grundsätzlich gibt es fünf Fachrichtungen: Biologie, Chemie, Physik, Geowissenschaft und Astronomie. Wobei es innerhalb der Bereiche wiederum Spezialisierungen gibt. In diesen Fachrichtungen gibt es ebenfalls sowohl akademische Ausbildungen als auch Lehrberufe wie den der Chemielabortechnik, Chemieverfahrenstechnik oder der Pharmatechnologie.

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MINT-Berufe - Technik

Technik

Auch im Bereich der Technik gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten und vor allem vielversprechende Zukunftsperspektiven. Beispielsweise kann man den Beruf der Applikationsentwicklung, Betriebstechnik, Systemtechnik oder EDV-Kaufmann*Kauffrau als Lehrberuf erlernen.

Natürlich gibt es auch akademische Ausbildungen, und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen. Textiltechnik, Lebensmitteltechnologie oder Medientechnik. Zu den top 5 Technikstudiengänge zählen: Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Bau- sowie Wirtschaftsingenieurwesen. Diese haben wiederum weitere Spezialisierungsprofile. Je nach Spezialisierungsprofil hast du nach Abschluss des Studiums wiederum mehrere Möglichkeiten. So kannst du mit dem Studium Elektrotechnik beispielsweise in der Elektro- und Elektronikindustrie, der Telekommunikationsbranche, der Energiewirtschaft, der Automobil-, Luft und Raumfahrtindustrie, der Verkehrstechnik oder Medizin- und Mikrosystemtechnik, in Ingenieur- und Konstruktionsbüros, im Maschinen- und Anlagenbau oder bei Mobilfunkbetreibern arbeiten.

Du hast also die Qual der Wahl. Jedenfalls aber gute Aussichten. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass das Wichtigste ist, dass ein Job zu dir passt. Deine Interessen, Stärken und Schwächen sollten also immer ausschlaggebend sein, wenn du dich für einen Beruf entscheidest.

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Frauen in MINT-Berufen:

Die MINT-Berufe sind nach wie vor männerdominierte Bereiche. Deshalb gibt es unterschiedliche Maßnahmen, um Frauen zu motivieren, solche Berufe zu ergreifen. Damit soll die Selbstbestimmung und ökonomische Unabhängigkeit von Frauen gestärkt werden, die Sichtbarkeit in bislang männerdominierten Bildungs- und Berufsbereichen erhöht sowie die Bildungs- und Berufswahl von Mädchen und Frauen diverser werden.

Damit alleine werden all diese Probleme zwar nicht gelöst werden, es ist aber bestimmt wichtig, Mädchen und Frauen zu zeigen, dass sie dieselben Berufe erlernen und ausüben können wie Jungen und Männer. Umgekehrt natürlich genauso.


UNSER FAZIT FÜR DICH

MINT-Berufe, also Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sind für die Innovationskraft unserer Gesellschaft wichtig und damit aktuell und auch langfristig besonders vielversprechend. Jetzt und zukünftig werden in diesen Bereichen qualifizierte Arbeitskräfte benötigt. Und bereits jetzt und voraussichtlich auch zukünftig gibt es mehr Bedarf an Arbeitskräften als es Expert*innen gibt. Die Ausgangssituation für Arbeitnehmer*innen ist deshalb gut. Meist bedeutet das niedrige Arbeitslosenzahlen im Bereich und damit kurze Stellensuche und gute Arbeitsbedingungen wie hohe Entlohnung.

Es gibt in allen vier MINT-Fächern vielversprechende Jobs, besonders gefragt sind Arbeitskräfte jedoch in den Bereichen Technik und Informatik. In allen Bereichen gibt es die Möglichkeit, Lehrberufe zu erlernen oder eine akademische Ausbildung zu absolvieren. Dir stehen also verschiedenste Möglichkeiten offen. Doch vergiss nicht: Wichtig, damit du in einem Job langfristig gut aufgehoben und glücklich sein kannst, muss er zu dir, deinen Werten, Stärken und Schwächen passen.

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