Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch

Herzlichen Glückwunsch! Du hast die erste Hürde im Bewerbungsprozess gemeistert und wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. In diesem Gespräch wirst du mit der Situation konfrontiert, dich selbst vorzustellen. Wie du das am besten anstellst und welche Fehlerquellen warten, beantworten wir dir im dieswöchigen Artikel.

Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch

Auf Stelleninserate melden sich meist zahlreiche Personen, die den Job gerne haben möchten. Vor allem für das Büro oder Einstiegsstellen nach Schule oder Studium bewerben sich häufig fünfzig oder mehr Arbeitswillige. Wenn du dabei mit deiner Bewerbung so überzeugen konntest, dass du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurdest, ist schon eine große Hürde genommen. Jetzt heißt es, sich im persönlichen Kennenlernen möglichst positiv und einzigartig zu präsentieren, um den Traumjob schlussendlich zu bekommen. Neben dem Wissen über das Unternehmen kannst du auch die Präsentation deiner Persönlichkeit optimal vorbereiten. Ein paar Tipps dazu fassen wir dir hiermit zusammen.


Erzählen Sie etwas über sich....

Häufig beginnt die Einleitung zum Frageteil über deine Person und den Werdegang mit der Aufforderung, etwas über dich zu erzählen. Dabei hast du die Möglichkeit, frei von der Leber weg zu plaudern. Besser ist allerdings, dich sehr gut auf diese Frage vorzubereiten, um alle relevanten Informationen strukturiert aufzuzählen und noch interessante Details über dein Leben einfließen zu lassen.

 

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Ich bin toll – wo fang ich an?

Diese Frage ist deshalb so beliebt, da sie nicht nur der Informationsgewinnung über deine Person dient und einen lockeren Einstieg bietet, sondern auch einen kleinen Test darstellt, was du persönlich für diese Stelle als relevant erachtest und ob du strukturiert und dennoch lebhaft erzählen kannst.

Der Einstieg in eine solche Frage ist wohl am schwierigsten. Eine sehr einfache Möglichkeit ist es, deinen Namen und dein Alter zu nennen, deiner geographische Herkunft zu erwähnen und die wichtigsten beruflichen Stationen rückwärts chronologisch mit einer kurzen Information zur Tätigkeit aufzuzählen. Ein absolutes No-Go ist, wenn man bereits bei dieser Frage sprachlos wird. Denn worüber kann man denn wirklich fundiert sprechen, wenn nicht über die eigene Person? Ist es dir einmal passiert, dass du bei der offenen Frage nach deiner Person verstummt bist oder, ebenfalls nicht optimal, es unstrukturiert und chaotisch aus dir rausgesprudelt ist, solltest du dich vor dem nächsten Gespräch unbedingt in Ruhe vorbereiten und das freie Erzählen vor dem Spiegel üben.

Empfehlenswert für Berufserfahrene ist es, die wichtigsten beruflichen Stationen zu erwähnen und dich dann vorzuarbeiten bis zur letzten Position. Ein Grund für den Stellenwechsel und die persönlichen Ziele für diese Position kannst du ebenso einfließen lassen wie deine Freizeitaktivitäten. Achte dabei darauf, dass der berufliche Teil im Vordergrund steht und die Hobbies zum Abrunden deiner Persönlichkeit dienen. Kommst du direkt von der Schule oder der Universität, sind deine Praktika, Ferialjobs oder der Schulschwerpunkt für dein Gegenüber interessant.


Checkliste Selbstpräsentation

  • Name, Alter, Herkunft nennen
  • Wichtige Ausbildungen und relevante Stationen auswählen und beschreiben
  • Von der Vergangenheit in die Gegenwart
  • Zusätzliche Infos wie Hobbies, Auslandsaufenthalte, Vereinszugehörigkeit,... kommen zum Schluss
  • Erzähle kurz, prägnant und lebhaft

No-Goes bei der Selbstpräsentation

Abgesehen davon, wie strukturiert und ausgewählt du deine Persönlichkeit beschreibst, gibt es einige Dinge, die du keinesfalls tun solltest. Bei vergangenen Positionen ist das Lästern über Chef oder Kolleg_innen absolut verpönt. Wer schon ohne Nachfrage von sich aus lästert, wirft sofort ein schlechtes Bild auf sich, denn man geht davon aus, dass du beim nächsten Bewerbungsgespräch genauso über das Unternehmen sprichst, bei dem du dich gerade bewirbst. Ebenfalls unmöglich ist es, vertrauliche Informationen weiterzugeben, nur damit du in einem guten Licht dastehst, zum Beispiel wenn du die Krankheit des Vorgesetzten erwähnst und damit angibst, dass du doch den Laden geschmissen hast. Bei der Vorbereitung zur Selbstpräsentation ist dein schriftlicher Lebenslauf die Grundlage. Diesen kennen gut vorbereitete Personaler_innen nämlich genau und werden dich unterbrechen, sobald du deinem Lebenslauf widersprichst, dich bei Jahreszahlen vertust oder bei den Tätigkeiten übertreibst.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Verlegenheitsgesten im Vorstellungsgespräch: DARAUF achten Personalchefs]

 

Mit Vorbereitung zum Erfolg

Bei der Vorbereitung der Selbstpräsentation hilft es, die wichtigsten Eckpunkte niederzuschreiben. Mit deinem persönlichen Stichwortzettel kannst du den Kurzvortrag über dein berufliches Leben vor dem Spiegel oder vor Freunden üben. Das mag sich zwar komisch anfühlen, aber durch Selbst- oder Fremdbeobachtung kannst du an Ausdruck, Gestik, deinem Zeitmanagement arbeiten und über persönliches Feedback Sprechtempo und Inhalt optimieren. Dein Gegenüber gibt dir sicher gute Tipps, was du bei der Präsentation noch verbessern kannst. Das mehrmalige Durchsprechen deiner Selbstpräsentation soll aber nicht in einem Auswendiglernen resultieren, sondern lediglich die Sicherheit vermitteln, dass du dich optimal präsentieren kannst. Gleichzeitig hilft dir die Vorbereitung auch, locker und entspannt in das Gespräch zu gehen.

Mit diesen Tipps kannst du dich optimal auf die Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch vorbereiten und Personalverantwortlichen im Gedächtnis bleiben und sie von dir überzeugen. Viel Erfolg bei Vorbereitung und im persönlichen Gespräch wünscht das Team von Tirolerjobs.at!

Text: Maria Kirchner

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