Neuer Job, neues Glück - 5 typische Situationen bei Arbeitsbeginn

Jeder Jobwechsel ist geprägt von verschiedensten Gefühlen - Unsicherheit, vielleicht Angst, hoffentlich aber auch Vorfreude und Neugier auf nette Kolleg_innen und neue Aufgaben. Die erste Zeit am neuen Arbeitsplatz und im neuen Team ist maßgeblich für das Ankommen im Unternehmen und dein Wohlbefinden. Dabei kommt es häufig zu Situationen wie Über- oder Unterforderung oder die ersten Fehler. Tipps, wie du diese Situationen sowie die Integration ins Team meisterst, findest du hier.

Neuer Job | 5 typische Situationen

Gratulation zum neuen Job! Du hast dich erfolgreich beworben, die Vorstellungsgespräche überstanden und wurdest ausgewählt, ein Unternehmen mit deiner Arbeitskraft, deinen Erfahrungen und dem angesammelten Wissen zu unterstützen. Du freust dich auf die neuen Aufgaben und kommst mit viel Elan an deinen neuen Arbeitsplatz. Typische Situationen im neuen Job haben wir für dich analysiert und Tipps zusammengestellt, wie man diesen am besten begegnet.


Neu im Team – das gegenseitige Beschnuppern

Der Aufbau menschlicher Beziehungen dauert. Sowohl du als auch die neuen Kolleg_innen werden einige Zeit brauchen, Vertrauen aufzubauen und euch kennenzulernen. Gute Gelegenheiten zum Kennenlernen sind gemeinsame Mittagessen. Frag einfach, wie das Team seine Mittagspausen verbringt und komm‘ mit, wenn du eingeladen wirst – auch wenn du keinen Hunger hast. In den Pausen kommt man am leichtesten ins Gespräch. Zum Einstand kannst du auch eine kleine Aufmerksamkeit wie einen Kuchen mitbringen. Ein guter Zeitpunkt ist hierfür ein Tag nach Ablauf der Probezeit, wo alle Teammitglieder anwesend sind und kein großer Stress herrscht, beispielsweise ein Freitag. Bist du unsicher, wie das Team funktioniert und welche (ungeschriebene) Regeln herrschen, frag nach! Im besten Fall erklärt dir das die Person, die für deine Einschulung zuständig ist, von alleine.

Kolleg_innen, die nicht von vornherein offen und freundlich auf dich zukommen sind nicht per se schlecht auf dich zu sprechen, sondern brauchen häufig einfach länger, sich auf neue Menschen einzulassen. Gib ihnen ein bisschen Zeit, beobachte, wie diese Personen ticken, sei freundlich und höre zu. Irgendwann tauen selbst zurückgezogene Menschen etwas auf. Falls die Beziehung kühl bleibt, tröste dich – man muss nicht mit allen Kolleg_innen super auskommen, geschweige denn befreundet sein!


Ups… – der erste Fehler

Jeder Mensch macht Fehler! Gerade wenn man neu ist, hat man das Gefühl, sich aus Angst um den neuen Job keine Fehler erlauben zu dürfen. Das ist Unsinn. Bei neuen Aufgaben in der Einlernphase passieren zwangsläufig Fehler. Wichtig ist nur, wie man damit umgeht. Hat man etwas übersehen, den Kunden falsch informiert, ec hilft Einsicht und eine Entschuldigung bei den betroffenen Kunden, Kolleg_innen oder Vorgesetzten. Die gleichen Fehler sollte man jedoch nicht mehrmals machen, lieber Notizen machen und doppelt kontrollieren. Gewisse Fehler oder Fehlverhalten kann man auch von Vornherein ausschließen, beispielsweise, dass man genügend Zeit für den Arbeitsweg einplant und somit pünktlich ankommt, oder Entscheidungswege erfragt, um keine_n Zuständige_n zu übergehen.

Langeweile – Gebt mir endlich was zu tun!

Die ersten Wochen im Job sind häufig geprägt von Hilfsarbeiten, Orientierung, Einlesen. Nutze diese Zeit auch für Beobachtungen und um dir einen Überblick zu verschaffen und werde nicht nervös, wenn du nicht in Woche zwei in das wichtige Projekt eingebunden wirst, an dem jeder arbeitet. Vorgesetzte merken häufig vor lauter Arbeit nicht, wenn der/die Neue unterfordert ist. Melde dich einfach und sag, dass du nun für weitere Aufgaben bereit bist. Auch Kolleg_innen freuen sich, wenn du ihnen deine Hilfe anbietest.

Überforderung – Stress vom 1. Tag an

Natürlich kann auch das Gegenteil der Fall sein: du bist von Anfang an voll eingebunden, musst zahlreiche Aufgaben übernehmen, hetzt von einem Meeting zum nächsten und weißt nicht, was du als erstes abarbeiten sollst. Hier hilft es, sich einen Überblick zu verschaffen und eine Struktur in die Arbeitsabläufe zu bringen. Checklisten helfen, nichts zu vergessen und die Abarbeitung von To-Do Listen gönnt dir immer wieder ein kleines Erfolgserlebnis. Hilfreich ist auch, Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu sortieren denn es gibt immer Tätigkeiten, die ein paar Tage warten können. Fühlst du dich überfordert, kannst du dir Erfolgserlebnisse aus der Vergangenheit in Erinnerung rufen. Wie hat es sich der Studienabschluss oder das Bestehen der Lehrabschlussprüfung angefühlt? War dein letztes Projekt nicht sehr erfolgreich dank deines Engagements? Diese positive Einstellung hilft dir, nicht den Mut zu verlieren. Selbstverständlich ist es bei Überforderung auch nie schlimm, um Hilfe zu bitten. Konkrete Fragen kannst du sammeln und dich damit an die Kolleg_innen wenden. Im gemeinsamen Gespräch lässt sich Stress sehr gut abbauen und oft ist eine neue Perspektive für die Bewältigung herausfordernder Aufgaben hilfreich.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Wie dir schriftliches Formulieren beim Erreichen deiner Ziele hilft]


Warum wird das so gemacht? – Strukturen verändern

Unternehmen sind gewachsenen Gebilde, dich sich manchmal verselbständigen und auch unsinnige Abläufe oder Regeln hervorbringen. Für Menschen in diesem System ist es oft Gewohnheit und aus Bequemlichkeit werden Prozesse nicht hinterfragt. Wenn du neu in ein Unternehmen kommst, fallen dir vielleicht Veränderungen oder Lösungen für festgefahrene Abläufe ein. Wer diese am ersten Tag anspricht, gilt schnell als Klugscheißer und macht sich damit unbeliebt. Warte lieber ein paar Monate ab und bringe dann Vorschläge und Ideen zur Verbesserung der Abläufe ein. Am besten funktioniert das, wenn du dir Verbündete suchst, die von den Änderungen profitieren könnten und den Mehrwert klar kommunizierst. Mit Argumenten, vor allem, wenn sich mit den Veränderungen direkt Geld oder Zeit sparen lässt, findest du auch bei Vorgesetzten Gehör.

Kennst du weitere Situationen, die häufig zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses vorkommen? Wir nehmen deine Vorschläge gerne in den Artikel auf. Sende uns dafür ein E-Mail an office@tirolerjobs.at und beschreibe uns die typische Situation kurz.

Viel Erfolg beim Jobwechsel und den ersten Wochen im neuen Unternehmen wünscht dir das Team von tirolerjobs.at!

Blogbeitrag von  Maria Kirchner

 

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