Unsere Körpersprache: Drei wichtige Tipps für das Vorstellungsgespräch

In seinem Buch „Hey, dein Körper spricht!“ räumt „Körpersprecher“ Stefan Verra mit gängigen Klischees über unsere Körpersprache auf. Beispielsweise ist es niemandem recht, dass einem Ablehnung unterstellt wird, wenn man während eines Gesprächs die Hände verschränkt. Das Verschränken der Arme kann ganz andere Ursachen haben. Daher gilt: Körpersprache ist weit mehr als das Auswendiglernen von einzelnen Signalen!

Körpersprache: Tipps für das Vorstellungsgespräch

Unser Hirn, sagt Stefan Verra, ist ständig in Bereitschaft. Es reagiert auf jede Umweltveränderung und stellt unseren Körper bestmöglich darauf ein. Und da sich unsere Umwelt ständig ändert, ändert sich somit auch ständig unser Körper. Beobachten ist daher angesagt!


Unsere Augen als Eingang zum Hirn

Unser Gehirn muss tagtäglich hunderte von Entscheidungen treffen. Will es mehr Daten, um einzuschätzen, ob eine Situation für uns wichtig, interessant, gefährlich oder ungefährlich ist, aktiviert es alle fünf Sinnesorgane - Augen, Haut, Ohren, Nase und Mund. Dabei spielen unsere Augen die wichtigste Rolle: Wenn wir erstaunt sind und mehr Informationen aufnehmen wollen, weiten sie sich. Hat unser Hirn in einem Moment zu viel Informationen, schließen wir sie. Nicht, weil wir nicht an weiteren Details interessiert sind, sondern weil die Aufnahmekapazität unseres Gehirns überfordert ist. Werden die Augen deines Gesprächspartners übrigens während einer Diskussion zu schmalen Schlitzen, verdächtige ihn nicht, dass er gerade negativ denkt! Unsere Augen sind wie ein Filter - werden sie zu Schlitzen, sind wir dabei, neue Informationen nur in kleinen Dosen in unser Hirn zu lassen. Es handelt sich also nicht um Argwohn, sondern ausschließlich um einen intensiven Denkprozess!


Deshalb ist der freie Blick auf Augen, Mund und Hände wichtig - auch im Vorstellungsgespräch

Innerhalb von 250 Millisekunden (!) nehmen wir visuelle Signale auf. „Die Wirkung kommt vor dem Wort“, sagt Stefan Verra. Das heißt nicht, dass das gesprochene Wort weniger wichtig ist als die visuelle Wahrnehmung. Es bedeutet aber, dass unser bewusster Verstand wesentlich langsamer ist als unser Gehirn. Ein Beispiel: Hat deine Bluse oder dein Hemd bei deinem Vorstellungsgespräch einen Fleck, hat das Gehirn deines potentiellen Chefs schon eine Entscheidung über dich getroffen, ohne dass ihm dies bereits bewusst ist. Natürlich ist er gut beraten, seine Erstentscheidung zu überdenken. Das Beispiel zeigt aber, wie wichtig der vielzitierte erste Eindruck ist.

Zeig deine Augen!

Wenn wir die Augen unseres Gegenübers nicht erkennen können, fällt es uns schwer, die Person richtig einzuschätzen. Wir alle kennen das: Hat jemand während eines Gesprächs eine Sonnenbrille auf, sind wir sofort verunsichert: Sieht er/sie mich überhaupt an? Hat er/sie Interesse an dem, was ich sage? Natürlich gehst du nicht mit einer Sonnenbrille auf der Nase zu einem Vorstellungsgespräch. Stefan Verra rät aber davon ab, während eines wichtigen Gesprächs eine modische Hornbrille mit dicken Bügeln zu tragen, die die Augen nicht vollständig erkennen lässt. Das Gleiche gilt für Haare: Ein zu langer Pony lässt die Mimik deiner Augenbrauen nicht erkennen. Und lange Haare sollten während eines Bewerbungsgesprächs so weit gebändigt werden, dass sie den Blick auf das Gesicht und auf die Augen freigeben - auch von der Seite.


Die Sache mit dem Bart …

Auch Bärte können den Blick verstellen. Ja, Vollbärte sind in. Bartträger, schreibt Stefan Verra, sollten sich aber bewusst machen, dass sie jede Mundmimik deutlicher und größer machen müssen, damit sie entsprechend positiv auf den Gesprächspartner wirken. Ob jemand positiv oder negativ gestimmt ist, erkennen wir nämlich auch am Mund. Sind die Lippen nicht erkennbar, kann das für Verunsicherung und Ärger sorgen.


Unsere Hände - ein wesentlicher Baustein, um Vertrauen aufzubauen.

Wir misstrauen einer Person unbewusst, wenn wir ihre Hände nicht sehen. Hier schließt sich der Kreis, denn unser Hirn fragt sich: Ist die Situation für mich gefährlich oder nicht? Dafür können wir nichts, sagt Stefan Verra, das hat alles mit der Evolution zu tun … Du bist aber gut beraten, während eines wichtigen Gesprächs deine Hände weder hinter dem Rücken zu verschränken, noch in die Hosentaschen zu stecken. Zeige am besten beide Hände und signalisiere damit deinem Gegenüber, dass du nichts zu verbergen hast.

Wer noch mehr über Körpersprache wissen möchte und Sommerlektüre sucht: „Hey, dein Körper spricht!“ von Stefan Verra, ISBN 978-3-8419-0325-9. Viel Spaß beim Lesen wünscht dir dein Team von tirolerjobs.at!

 

Susanne Huber-Schwarz - Bewerbungsfee

Susanne Huber-Schwarz, bewerbungsfee.at

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