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Hobbys im Lebenslauf: Wichtig, richtig oder nichtig?

Hobbys im Lebenslauf: Wichtig, richtig oder nichtig?

Hobbys im Lebenslauf anzugeben bereitet vielen Bewerber_innen Kopfzerbrechen. In der Tat kann sich die Angabe eines bestimmten Hobbys negativ bei der Jobsuche auswirken. Andererseits hat das Nennen von Freizeitbeschäftigungen einen unbestreitbaren Vorteil: Hobbys helfen Personaler_innen, sich ein möglichst komplettes Bild über Bewerber_innen zu machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Hobbys ausschlaggebend für den Auswahlprozess sind!

Lesen, laufen, kochen, Ski fahren, Musik hören - das sind die Standard-Angaben, bei denen sich viele Bewerber_innen zu Recht fragen, ob sie denn im Lebenslauf angegeben werden sollten. Als Faustregel empfehle ich, solche „Durchschnittshobbys“ im Zweifelsfall eher wegzulassen. Warum? Du möchtest dich mit der Beschreibung deiner Persönlichkeit interessant machen - die Tatsache, dass du in deiner Freizeit gerne Kuchen backst, wanderst oder Bilder malst trägt wenig dazu bei.

 

Hobbys angeben: Bitte bei der Wahrheit bleiben und mit Bedacht aussuchen

Das kann ins Auge gehen: „Literatur, Kultur, Marathon laufen, Weltreisen“ - wenn keine dieser Angaben stimmt und der Personaler im Bewerbungsgespräch um deine Meinung zu Bob Dylan als Literaturnobelpreis-Träger fragt oder wissen will, was deine persönliche Marathon-Bestzeit ist, kann peinliche Stille entstehen. Ebenso ungünstig: Die Angabe von Hobbys, bei denen erhöhte Verletzungsgefahr besteht oder die mit viel Zeitaufwand verbunden scheinen. Du möchtest doch nicht, dass dein zukünftiger Chef glaubt, dein Hobby - oder dein Ehrenamt - seien dir wichtiger als die angestrebte Stelle?

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Ehrenamt in der Bewerbung]

 

Noch ein Tipp zur Angabe von Sportarten: Bei manchen Personalchefs läuten schon die Alarmglocken, wenn sie „Fußball spielen“ lesen und wähnen den Bewerber öfter im Krankenhaus als am Arbeitsplatz. Eine mögliche Alternative wäre das Nennen von „Kraft- und Ausdauersport“ anstatt „American Football“, „Kickboxen“ oder „Rugby“.

 

Mit Hobbys Behauptungen untermauern oder Erfolge belegen

Gerade für junge Bewerber_innen, die entweder neu in die Berufswelt einsteigen oder über wenig Berufspraxis verfügen, ist es von Vorteil, im Anschreiben auf Erfolge im Zusammenhang mit der Ausübung eines Hobbys einzugehen. Zum Beispiel: „Als Kapitän der Volleyballmannschaft XYZ habe ich gelernt, ein Team zusammenzuhalten und zu führen. In der vergangenen Saison habe ich gemeinsam mit meiner Mannschaft den Meistertitel in der Landesliga geholt.“ Die Ausübung einer Mannschaftssportart zeigt Personaler_innen, dass Eigenschaften wie Teamgeist sowie Durchsetzungsvermögen und Ausdauer vorhanden sind. Überhaupt, so belegen amerikanische Studien, machen uns Hobbys für unseren Arbeitsalltag insgesamt leistungsfähiger und kreativer. Ist ja auch ein altes Sprichwort: Wer rastet, der rostet!

Hobbys im Lebenslauf

Illustration: Georg Kirchtag

„Persönliche Interessen“ statt „Hobbys“

Warum den Punkt „Hobbys“ im Lebenslauf nicht einfach in „Persönliche Interessen“ umbenennen? Der Vorteil: Allein schon durch die Bezeichnung „persönlich“ signalisierst du Personaler_innen, dass du bereit bist, etwas über dich zu erzählen. Das macht dich sympathisch! Wer weiß? Vielleicht ist sogar genau eine persönliche Leidenschaft dabei, die du mit deinem Interviewpartner teilst? Was für eine ideale Voraussetzung für einen Einstieg in einen gelungenen Small-Talk! Gemeinsamkeiten verbinden und bleiben dem Personalchef mit Sicherheit positiv in Erinnerung.

 

Den Fokus auf Soft Skills als auf Hobbys legen

Soft Skills in Bewerbungen werden immer wichtiger. Im Grunde genommen kannst du dir die Angabe von Hobbys sparen, indem du deine persönlichen Kompetenzen mit der Schilderung eines Hobbys untermauerst. Ein Beispiel: „Als Dirigent der Musikkapelle meiner Heimatgemeinde bin ich es gewohnt, selbstbewusst und ohne Lampenfieber vor Publikum aufzutreten.“

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Hard und Soft Skills]

 

Vorsicht auch vor ungünstigen Angaben wie „youtuben“, „chillen“ oder „chatten“. Ein Personaler wird sich unweigerlich fragen, ob er es hier mit einem Couch Potato zu tun hat … Ein Hobby soll dich interessant machen und das Einzigartige deiner Persönlichkeit hervorheben. Übertreiben sollst du dabei natürlich auch nicht - interessanter als der Durchschnitt zu sein reicht schon aus! Das Team von tirolerjobs.at wünscht dir viel Erfolg beim Formulieren und hilft dir bei Fragen unter der E-Mail-Adresse office@tirolerjobs.at gerne weiter!

Susanne Huber-Schwarz

 

Hier bloggt Susanne Huber-Schwarz von www.werbenundbewerben.at.

Susanne korrigiert und optimiert unter anderem Bewerbungsunterlagen oder erstellt sie auf Wunsch ganz neu.

Für nähere Informationen steht sie dir telefonisch unter
+43 660 5025820 oder info@werbenundbewerben.at zur Verfügung. Susanne freut sich auf deine Anfrage! 

 

 

 

 

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