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Löhne und Gehälter im Stelleninserat richtig angeben

Löhne und Gehälter im Stelleninserat richtig angeben

Seit 2011 sind Arbeitgeber_innen und private Arbeitsvermittler gesetzlich verpflichtet, bei Stellenausschreibungen das Mindestentgelt laut gültigem Kollektivvertrag anzugeben. Wie man Entgeltangaben gesetzeskonform formuliert, welche Ausnahmen es gibt und was bei Nichteinhaltung droht, darüber klärt dieser Artikel auf.

 

Im Bundesgesetz über die Gleichbehandlung (Gleichbehandlungsgesetz, kurz GlbG) ist die Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt gesetzlich festgelegt. Unter Paragraph 9, Absatz 2 findet sich die Bestimmung zur Angabe des kollektivvertraglichen Mindestentgelts.

Arbeitgeber_innen sind verpflichtet, „in der Ausschreibung das für den ausgeschriebenen Arbeitsplatz geltende kollektivvertragliche […] geltende Mindestentgelt anzugeben und auf die Bereitschaft zur Überzahlung hinzuweisen, wenn eine solche besteht.“ Dies gilt auch für Ausschreibungen, die über Personalvermittlungen oder Personalberatungen getätigt werden.

Von diesem Gesetz sind alle Unternehmen betroffen, welche in Österreich Stellen ausschreiben, unabhängig davon, in welchem Medium das geschieht (Zeitung, Online, Unternehmenshomepage ,…). Dasselbe gilt auch für ausländische Unternehmen, die in Österreich auf der Suche nach Mitarbeiter_innen sind. Werden mehrere Positionen in einem Inserat ausgeschrieben, ist es erforderlich, für jede Position den kollektivvertraglichen Mindestlohn oder das festgelegte Mindestgehalt anzugeben.

 

Die richtige Gehaltsangabe im Stelleninserat

Im Folgenden werden Beispiele für richtige Lohn- und Gehaltsangaben in Stellenausschreibungen vorgestellt. Als einfache Form ist folgende Angabe gesetzeskonform:

Für diese Position gilt ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von € 1.420 brutto monatlich.

Ist man als Unternehmen bereit, mehr als das Mindestgehalt zu bezahlen, weist man am besten darauf hin, indem man die Bereitschaft zur Überzahlung angibt. Eine mögliche Formulierung lautet beispielsweise:

Für diese Position gilt ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von € 1.420 brutto monatlich.
Es besteht die Bereitschaft zur Überzahlung.

Es ist ebenfalls möglich, ein Jahresgehalt anzugeben.

Für diese Position gilt ein kollektivvertragliches Mindestgehalt von € 30.408 brutto pro Jahr. Eine marktkonforme Überzahlung, abhängig von Ihrer Erfahrung und Qualifikation, wird geboten.

Die Angabe von Gehaltsspielräumen ist ebenfalls gesetzlich zulässig, sofern das kollektivvertragliche Mindestgehalt nicht unterboten wird.

Abhängig von Erfahrung und Qualifikation wird ein Bruttomonatsgehalt
zwischen € 2.000 und € 2.700 geboten.

Bei Teilzeitanstellungen oder geringfügigen Jobs kann man entweder den gültigen KV-Lohn (siehe Beispiel 1) oder den Stundenlohn angeben.

Für diese Position gilt ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von € 9,67 brutto pro Stunde.

Entgeltangabe im Stelleninserat

Illustration: Georg Kirchtag

 

Variable Gehaltsbestandteile und Zulagen

Variable Gehaltsbestandteile wie Prämien, Provisionen oder Boni müssen nicht angegeben werden. Für eine höhere Attraktivität der Position, vor allem bei geringen Mindestgehältern, empfiehlt es sich jedoch, zusätzliche monetäre Leistungen in der Gehaltsangabe anzugeben.

Sind bei Positionen, beispielsweise im Handwerk oder der Industrie, Zulagen laut Kollektivvertrag vorgesehen, müssen diese nur angegeben werden, wenn sie für die ausgeschriebene Position, beispielsweise den Kranführer (m/w) feststehen. Solche Zulagen können beispielsweise Schmutzzulagen oder Gefahrenzulagen sein. Individuelle Zulagen müssen jedoch nicht angegeben werden.

 

Ausnahmen

Die verpflichtende Angabe von Mindestgehältern betrifft alle Stellenausschreibungen, auf die ein Kollektivvertrag anzuwenden ist. Ausnahmen bilden hierbei Positionen wie Geschäftsführer_innen oder Vorstandsposten, wenn für diese Stellen keine andere Bestimmung gelten. Andere Bestimmungen können beispielsweise Betriebsvereinbarungen sein.

Bei Nichteinhaltung des Gesetzes droht beim ersten Gesetzesverstoß eine Verwarnung und bei weiteren Vergehen eine Geldstrafe bis zu € 360.

Viel Erfolg bei der gesetzeskonformen Mitarbeiter_innensuche wünscht das Team von tirolerjobs.at.

Link: Kollektivvertragsdatenbank der WK Österreich

Gleichbehandlungsgesetz in Österreich

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