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EQ versus IQ - warum Emotionale Intelligenz immer wichtiger wird

EQ versus IQ - warum Emotionale Intelligenz immer wichtiger wird

Bereits im Jahr 1990 haben zwei amerikanische Psychologen, John D. Mayer und Peter Salovey, den Begriff „Emotionale Intelligenz“ geprägt. Emotional intelligente Menschen haben die Fähigkeit, sich selbst und andere gut einzuschätzen. Sie sind in der Lage, eigene und fremde Befindlichkeiten zu hinterfragen und sie - im positiven Sinne - zu nützen und zu beeinflussen.

„Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ – ein Seneca-Zitat, dem so gut wie alle Lateinschüler_innen im Unterricht begegnen. Ich ärgere mich übrigens noch heute darüber ... Tatsächlich hatten Schulnoten bei Bewerbungen bis ans Ende des vorigen Jahrhunderts absoluten Vorrang. Mit der zunehmenden digitalen Vernetzung verlieren Schulzeugnisse immer mehr Bedeutung. Warum ist das so?

 

Dringend gesucht: Emotional intelligente Mitarbeiter

Das digitale Zeitalter - schon oft Thema in Artikeln auf tirolerjobs.at - verändert die Art und Weise, wir wir miteinander kommunizieren. Junge Menschen haben eine andere Lebensrealität. Anstatt sich zu besuchen oder miteinander zu telefonieren, beherrschen kurze Textnachrichten ihren Alltag. Dadurch geht eine wichtige Fähigkeit verloren: die Stimmungslage des Gegenübers anhand von Gestik, Mimik und Körperhaltung einzuschätzen. Das Nicht-Pflegen direkter sozialer Kontakte führt in eine Isolation. Was es daher braucht, sind Menschen, die sich Eigenschaften wie Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen, Taktgefühlt, Höflichkeit, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit bewahrt haben. Experten reihen Emotionale Intelligenz unter den „Top 10 Skills“ bis zum Jahr 2020 bereits an sechste Stelle.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Die Top 10 Skills 2020] 

 

Welche Eigenschaften kennzeichnen Emotionale Intelligenz (EQ)?

Goethe nannte es schlichtweg „Herzensbildung“. Experten wie Mayer und Salovey definieren Emotionale Intelligenz mit diesen Fähigkeiten:

 

  1. Sich ein realistisches Selbstbild bewahren: Emotional intelligente Menschen wissen um ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle Bescheid und setzen sich realistische Ziele. Sie sind selbst-bewusst und kennen sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen.
  2. Sich selbst steuern können: Menschen mit einem hohen EQ treten häufig in einen inneren Dialog und hinterfragen sich und ihre Emotionen in bestimmten Situationen. Das hilft ihnen, eine objektive Haltung einzunehmen.
  3. Sich selbst motivieren können: Weil emotional intelligente Menschen ihre Fähigkeiten kennen, fällt es ihnen leichter, erreichbare Ziele zu setzen. Sie verspüren eine Freude an dem, was sie tun und können positive Gefühle mobilisieren, um ihre Ziele zu erreichen.
  4. Mitfühlen können: Einfühlungsvermögen oder Empathie, wie der Fachbegriff heißt, ist eine sehr gefragte Eigenschaft. Empathie setzt Menschenkenntnis und die Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Sympathie voraus. Emotional begabte Menschen sind sehr beliebt!
  5. Sozial kompetent sein: Was bedeutet das? Sozial kompetente Menschen wissen, wie sie in bestimmten Situationen auf andere reagieren müssen. Sie tun sich leichter, harmonische Beziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten.

 

Emotionale Intelligenz versus Intelligenzquotient

Illustration: Georg Kirchtag

 

Und wie ist das mit dem Intelligenzquotienten (IQ)?

Der Intelligenzquotient gibt Rückschlüsse auf die Merkfähigkeit, logisches oder schlussfolgerndes Denken oder auf die Geschwindigkeit, mit der Aufgaben bewältig werden können. Aber sagen Schulnoten wirklich etwas über den Intelligenzquotienten eines Bewerbers aus? Wohl nicht ausschließlich, denn zu guten Noten gehören auch Fleiß, die Bewertung durch Lehrpersonen und das eine oder andere Quäntchen Glück.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?]

 

Beispiele aus der Bewerbungs-Praxis

Lea und Paul (Namen geändert), denen ich zuletzt bei ihren Bewerbungsunterlagen helfen durfte, sind bestimmt nicht zu dumm für die Schule. Beide scheitern in jeweils einem Fach, zu dem sie aus verschiedenen Gründen einfach keinen Zugang haben. Sie haben sich dazu entschlossen, die Schule nach diesem Schuljahr zu beenden und eine Lehrstelle zu suchen. Das Schöne: Beide bringen ein hohes Maß an Emotionaler Intelligenz mit! Während Lea schon seit einigen Jahren in ihrer Freizeit Kinder und Jugendliche betreut und regelmäßig ein Ferienlager organisiert, beweist Paul als langjähriger Stammspieler in einer Fußballmannschaft Teamfähigkeit und Selbstmotivation während harter Trainingseinheiten. Tolle Eigenschaften, die Unternehmen von heute nutzen sollten! Lea hatte bereits das Glück, einer aufgeschlossenen potentiellen Arbeitgeberin zu begegnen, der emotionales Talent wichtiger als Schulnoten ist.

Das wünsche ich allen Bewerberinnen und Bewerbern! Aufgeschlossenheit gegenüber der heutigen Lebensrealität ist das Um und Auf, ebenso wie das Wissen um soziale Fähigkeiten und Kompetenzen der zukünftigen Mitarbeiter_innen. Wer Tipps zum Gestalten seines Lebenslaufs benötigt und seine emotionalen Talente darin formulieren möchte, bucht am besten einen Termin im HRM-Institut. Hier geht’s zum Terminkalender. Wir freuen uns auf dich! Dein Team von tirolerjobs.at.

 

Susanne Huber-Schwarz

 

Hier bloggt Susanne Huber-Schwarz von www.werbenundbewerben.at.

Susanne korrigiert und optimiert unter anderem Bewerbungsunterlagen oder erstellt sie auf Wunsch ganz neu.

Für nähere Informationen steht sie dir telefonisch unter
+43 660 5025820 oder info@werbenundbewerben.at zur Verfügung. Susanne freut sich auf deine Anfrage! 

 

 

 

 

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