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Die Weihnachtsfeier – 10 Verhaltenstipps

Die Weihnachtsfeier – 10 Verhaltenstipps

Im Dezember steht bei vielen Unternehmen die Weihnachtsfeier vor der Tür. Diese Feste sind die beste Gelegenheit, gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr zurückzublicken und erbrachte Leistungen gebührend zu feiern. Doch Vorsicht! Auf betrieblichen Weihnachtsfeiern wartet das ein oder andere Fettnäpfchen, das man vermeiden sollte. Wie man sich passend verhält und am nächsten Tag im Büro nicht vor Peinlichkeit im Boden versinken muss, liest du in diesem Artikel.

Die Weihnachtsfeier soll ein schönes Fest sein, bei dem man mit Kolleg_innen und Chef_innen ein erfolgreiches Jahr feiert und die Leistungen jedes Einzelnen wertgeschätzt werden. Bei Essen und (anti)alkoholischen Getränken nehmen sich Vorgesetze Zeit für persönliche Gespräche mit Mitarbeiter_innen und es bietet sich die Gelegenheit, Kolleg_innen, mit denen man im Berufsalltag weniger zu tun hat, näher kennenzulernen. Für den reibungslosen Ablauf der Weihnachtsfeier gibt es ein paar Tipps und Regeln. Wer diese befolgt, muss nicht fürchten, dass sich ein Fehlverhalten auf der Weihnachtsfeier negativ auf die Zusammenarbeit auswirkt.

 

  1. Teilnehmen

Die Einladung zur betrieblichen Weihnachtsfeier sollte man nicht ohne guten Grund ausschlagen. Schlechte Ausreden oder gar Lügen können aufgedeckt werden und hinterlassen einen schlechten Eindruck. Mit Ihrer Anwesenheit drücken Sie Wertschätzung aus und das Zusammensein mit Kolleg_innen und Vorgesetzen im zwangloseren Rahmen kann sich positiv auf Ihre Karriere auswirken. Daher unbedingt anwesend sein, auch als Partymuffel.

 

  1. Passende Kleidung

Für die Weihnachtsfeier im Büro oder den gemeinsamen Besuch des Weihnachtsmarktes genügt ein Outfit, das du auch im Arbeitsalltag tragen würdest. Wird man zum Essen in ein Restaurant eingeladen, darf es gerne etwas schicker sein, für Herren beispielsweise der Vollanzug oder für Damen ein schönes Kleid. Wenn du unsicher bist, was du anziehen sollst, erkundige dich vorher beim Gastgeber oder der Gastgeberin, welcher Dresscode herrscht.

 

  1. Darf ich jemanden mitbringen?

Ungebetene Gäste können die Stimmung einer Party zum Kippen bringen und die Gastgeber verärgern. Essen und Getränke sind meist für eine bestimmte Gruppengröße vorbestellt, zusätzliche Personen bringen nicht nur den Koch in die Bredouille. Möchtest du deinen Partner oder deine Partnerin mitbringen, solltest du vorher fragen, ob dies gewünscht ist. Dem Partner oder der Partnerin ist es vielleicht auch gar nicht recht, das einzige „Anhängsel“ zu sein, daher unbedingt vorher abklären!

 

  1. Smalltalk – aber richtig

Die Gespräche auf der Weihnachtsfeier können schon mal vertrauter und persönlicher sein als im Büroalltag. Trotzdem ist es empfehlenswert, einige Themen wie Politik, Religion oder private Probleme zu vermeiden. Ebenso sollte auf Lästereien verzichtet werden. Spitze Kommentare über das Essen, den neuen Kollegen oder gar die Chefin können auf dich zurückfallen und sich als Karrierekiller erweisen.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Bist du ein guter Gesprächspartner?]

 

  1. Mitfeiern macht sympathisch

Du wärst eigentlich lieber ganz wo anders und hast keine Lust darauf, die Kolleg_innen auch noch abends zu sehen? Wer sich dazu durchringen kann, trotzdem mitzumachen, Smalltalk zu führen und versucht, den Abend zu genießen, hinterlässt einen positiven Eindruck. Ganz im Gegenteil zum Miesepeter, der in der Ecke steht und auf sein Handy starrt. Mit ein bisschen guten Willen kann aus einem ungewollten Zusammentreffen ein schöner Abend und sogar Freundschaften geknüpft werden. Die gute Nachricht: Weihnachtsfeiern gibt es nur einmal im Jahr und man muss nicht bis in die Morgenstunden bleiben!

 

  1. Gehaltsverhandlungen? Lieber nicht!

Nach zwei Gläschen Wein oder Bier spricht es sich gleich viel offener und der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin findet den Mut, die Gehaltsfrage anzusprechen. Die Weihnachtsfeier für Gehaltsverhandlungen zu nutzen ist jedoch äußerst unpassend und riskant, da sich der oder die Vorgesetzte möglicherweise am nächsten Tag gar nicht mehr erinnern kann. Lieber die Feier genießen und wirklich wichtige Dinge wie das Gehalt in Ruhe bei einem Vier-Augen-Gespräch im Büro verhandeln.

Weihnachtsfeier

Illustration: Georg Kirchtag

  1. Alkoholkonsum

Nichts ist verlockender, als bei der Weihnachtsfeier auf Kosten des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin einen über den Durst zu trinken. Man hat ja schließlich das ganze Jahr geschuftet und sich das verdient. Aber Vorsicht: Alkohol enthemmt und so kann sich die ein oder andere peinliche Situation ergeben, an die du dich schlimmstenfalls am nächsten Tag nicht mehr erinnerst. Daher empfiehlt sich ein Genuss von Alkohol in Maßen. Mit den Kolleg_innen anstoßen ist auf jedem Fall drin, bei weiteren Getränken empfiehlt sich jeweils ein Glas Wasser dazu. Lallen, torkeln oder sich gar übergeben soll unbedingt vermieden werden!

 

  1. Techtelmechtel mit Kolleg_innen

Der Alkoholpegel steigt, die Stimmung auf der Weihnachtsfeier auch, plötzlich ist Herr Maier aus der Buchhaltung oder die Cheftechnikerin Frau Berger attraktiv wie nie zuvor. Mein Tipp: Lass dich auf einer Weihnachtsfeier nicht zu einem Techtelmechtel mit Kolleg_innen oder gar Vorgesetzten hinreißen, vor allem nicht, wenn du einen Partner oder eine Partnerin hast und deine Kolleg_innen davon wissen! Bei Intimitäten auf der Weihnachtsfeier gibt es (fast) immer ein böses Erwachen. Zum Klatschthema Nr. 1 der nächsten Wochen macht man sich auf jeden Fall, meist kommen noch private oder berufliche Turbulenzen hinzu. Solltest du tatsächlich in einen Kollegen oder eine Kollegin verliebt sein, lade sie oder ihn doch besser zu einer Tasse Kaffee abseits des Arbeitsplatzes ein.

 

  1. Chef duzen

Bei Weihnachtsfeiern entsteht häufig eine entspannte Situation und es ergibt sich auch das Gespräch mit dem Chef oder der Chefin. Trotz der gelösten Stimmung ist Höflichkeit angebracht. Bietet einem der oder die Vorgesetzte das Du bei der Weihnachtsfeier an, darf gerne geduzt werden. Ansonsten ist es angebracht, per Sie zu bleiben. Wurde dir das Du angeboten, achte darauf, wie du nach der Feier am Arbeitsplatz angesprochen wirst und passe dich dementsprechend an. Bleibt dein Chef oder deine Chefin beim Du oder wechseln sie im Büroalltag zurück zur Förmlichkeit? Falls man danach wieder per Sie ist: nicht persönlich nehmen!

 

  1. Benehmen am Buffet oder im Restaurant

Wer Weihnachtsfeiern sonst nichts abgewinnen kann, darf sich zumindest auf das Essen freuen. Aber bitte bis zur Eröffnung des Buffets warten und erst anfangen, wenn Chef oder Chefin sich bedienen! Gibt es Essen a la Carte, wirkt es gierig, wenn man das Teuerste auf der Karte bestellt und sich den Bauch mit Hummer und Kaviar vollschlägt. Beim Essen gelten selbstverständlich auch auf der Firmenweihnachtsfeier die üblichen Benimmregeln. Ein abschließender Dank für das Essen und die Einladung kommt bei Gastgeber und Gastgeberin immer gut an.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Knigge Regeln für Geschäftsessen und Empfänge]

 

Wir hoffen, diese Tipps lassen deine Weihnachtsfeier zum netten Erlebnis unter Kolleg_innen werden – und das ganz ohne böses Erwachen am nächsten Tag. Das Team von tirolerjobs.at wünscht euch viel Spaß bei euren Firmenweihnachtsfeiern!

 

Text: Maria Kirchner

 

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