5 Tipps gegen das Post-Holiday-Syndrom

Post-Holiday-Syndrom oder Post-Holiday-Blues: Gemeint ist die Zeitspanne für ein bis drei Tage nach der Rückkehr aus dem Urlaub, in der man an seinem Arbeitsplatz nicht richtig in die Gänge kommen will. Die Arbeitsstunden ziehen sich wie Kaugummi in die Länge und der Frust über die wiederaufgenommene Arbeit will einfach nicht enden. Das Paradoxe dabei: Viele von uns brauchen die gleiche Zeit, um Körper und Geist in den Urlaubsmodus zu schalten.

Post-Holiday-Syndrom | 5 Tipps

Der Mensch, so scheint es sich also wieder zu bewahrheiten, ist ein Gewohnheitstier. Allerdings - und das hat mich bei der Recherche zu diesem Artikel richtig traurig gemacht - sollte doch weder der „Urlaubsblues“ noch der „Post-Holiday-Blues“ jemals eintreten. „Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten“, soll schon der vielzitierte Konfuzius gemeint haben. Doch das ist leider leichter gesagt als getan. In vielen Kommentaren zu einem Artikel der „Zeit Online“ zu diesem Thema machten sich einige stressgeplagte Leser_innen Luft: Ob das Post-Holiday-Syndrom nicht besser „Job-Depression“ heißen sollte? Dass es in der Arbeitswelt zuginge wie auf einem Sklavenmarkt: Mobbing, Bossing und Ausbeutung seien an der Tagesordnung. Und dass es doch Aufgabe des Arbeitgebers sei, dafür zu sorgen, dass es zu keinerlei Verstimmungen am Arbeitsplatz käme. Ich kann dem nur beipflichten: Es muss doch möglich sein, die Urlaubsvertretung so zu gestalten, dass frisch erholte Ex-Urlauber_innen eine zumindest überschaubare Menge an unerledigter, sprich: aufgeschobener, Arbeit vorfinden. Ansonsten ist es kein Wunder, dass die Laune der Rückkehrer_innen schon morgens bei der Ankunft am Arbeitsplatz in den Keller rasselt und sie am liebsten gleich am Absatz wieder kehrt machen möchten.


So beugst du schlechter Laune vor

Leider ist der Druck am Arbeitsmarkt oft groß. Gegen mieselsüchtige Kolleg_innen, die einem den wohlverdienten Urlaub nicht richtig gönnen wollen, ist auch kein Kraut gewachsen. Und wenn einem angesichts eines schlechten Betriebsklimas die Hände gebunden sind, gibt es nur eines: Hilf dir selbst! Diese fünf Tipps sollen dir eine kleine Anregung sein:

  1. Die Rückkehr aus dem Urlaub rechtzeitig planen. Dem ist abzuraten: Wenn der Flieger aus dem Urlaub am Sonntag Abend landet und du Montag morgens an deinen Schreibtisch zurückkehrst. Besser ist es, du nimmst, wenn wir bei diesem Beispiel bleiben, deine Arbeit an einem Mittwoch wieder auf. Auf diese Weise hast du Zeit, dich geistig auf deine Arbeit einzustellen. Darüber hinaus kannst du deinen Urlaub, wo immer du ihn auch verbringst, bis in die letzten Stunden genießen!
  2. Den Abwesenheits-Assistenten seinen Dienst tun lassen. Probier’s mit diesem Trick: Die Abwesenheits-Notiz am ersten Arbeitstag noch nicht deaktivieren. Dieser Puffer sollte dir Zeit verschaffen, unbearbeitete Nachrichten zu lesen und zu beantworten. Übrigens ist es hilfreich, E-Mails nach Absender zu sortieren und nicht nach Datum - das verschafft einen wesentlich besseren Überblick.
  3. Termine für die Zeit nach dem Urlaub fixieren. Ein wenig Durchsetzungsvermögen kann nicht schaden, wenn es darum geht, Deadlines für Projekte zu fixieren. Meistens macht es gar keinen Sinn, noch vor dem Urlaub mit einer Arbeit zu beginnen, die man in Ermangelung von Zeit ohnehin nicht fertig bringen kann. Wenn du also an einem Mittwoch deine Arbeit wieder aufnimmst, schlag den darauffolgenden Montag zum Start für eine besondere Aufgabe vor - die allermeisten werden diesem Vorschlag etwas abgewinnen können.
  4. Hol dir noch ein Stück Urlaub ins Büro! Ein Foto oder ein kleines Souvenir aus dem Urlaubsort können helfen, dich während des Arbeitstages aufzuheitern. Aber bloß nichts Großes, damit die Kolleg_innen nicht neidisch werden ;-) …
  5. Den „frischen Blick“ für Änderungen nützen. Wenn du ausgeruht an deinen Arbeitsplatz zurückkehrst, kann es sein, dass dir Dinge auffallen, die man ändern oder gar abschaffen kann. Nütz den Abstand, den du zu eingefahrenen Arbeitsabläufen gewonnen hast, und schlag Änderungen vor! Neuerungen können dich neu motivieren - und, wer weiß? Vielleicht findet auch der eine oder andere griesgrämige Kollege wieder zu frischem Elan zurück …

Es ist schade, dass nicht alle Arbeitnehmer_innen die gleichen positiven Arbeitsbedingungen vorfinden. Aber vielleicht helfen dir diese Tipps, über den einen oder anderen Frust hinwegzukommen? Die Auszeit nach den Weihnachtsfeiertagen bieten dir eine erste Gelegenheit, sie auszuprobieren. Bevor du in deine wohlverdienten freien Tage startest, bedanken wir uns fürs Mitlesen unserer Artikel in den letzten Monaten und wünschen dir ein schönes Weihnachtsfest, gute Erholung und einen schwungvollen Start ins neue Jahr! Dein Team von tirolerjobs.at.

 

Susanne Huber-Schwarz - Bewerbungsfee

Susanne Huber-Schwarz, bewerbungsfee.at

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