Mit aktiver Sprache zum neuen Job

Mit der richtigen Formulierung im Motivations- oder Anschreiben weckst du das Interesse der Personaler*nnen und verbesserst deine Chancen auf ein Bewerbungsgespräch. Wie du mit drei einfachen Tipps bei deiner schriftlichen Bewerbung überzeugst, erklärt dir dieser Artikel.

Aktive Sprache | Zum neuen Job

Wie du mit aktiver Sprache dein Motivationsschreiben lebendiger machst

Über Filter und Verstärker habe ich in diesem Blog schon jeweils einen Artikel geschrieben. Heute gebe ich dir gerne ein paar Tipps, die dein Motivationsschreiben etwas persönlicher und authentischer wirken lassen. Wir glauben, besonders qualifiziert zu wirken, wenn wir in möglichst sachlichen Worten unsere Kenntnisse aufzählen. Die Folge: Der Brief ist schwer zu lesen und … langweilig. Diese drei Tipps bringen ein wenig Schwung in deine Schreiben:


  1. Verbalstil statt Nominalstil
    Durch mein Studium der Volkswirtschaftslehre habe ich einen besonderen Bezug zu Themen wie Statistik und Risikomanagement und habe mir vertiefte Kenntnisse in Sachen Programmierung angeeignet.“ Schnauf! Das geht kürzer und vor allem aktiver: „Ich studiere Volkswirtschaft und mag Zahlen. Ich erstelle sehr gerne Statistiken und werte sie aus. Es liegt mir besonders, die Risiken einer Organisation zu identifizieren, zu analysieren und zu kontrollieren. Seit meinem Praktikum bei Firma XYZ freuen sich die Mitarbeiter*innen über ein Programm für …, das ihnen den Arbeitsalltag erheblich erleichtert.“ Vermeide Hauptwörter, die auf -ung, -heit und -keit enden! Wenn du stattdessen mit Zeitwörtern beschreibst, was du kannst und besonders gerne machst, gelangst du automatisch in einen gewissen Plauderton. Schreibe, wie du sprichst! Positive Wörter wie „freuen“ oder „begeistern“ machen dich und dein Schreiben darüber hinaus noch viel sympathischer!

  2. Aktiv statt Passiv
    „Ich wurde von einer Mitarbeiterin Ihres Unternehmens auf die Stelle in der Abteilung xyz aufmerksam gemacht.“ „Von Kollegen und Freunden werde ich als kommunikative Persönlichkeit geschätzt.“ „Nach meiner Lehre bin ich vom Unternehmen in die Abteilung xyz übernommen worden.“ Das sind lauter Passivkonstruktionen, die das Lesen erschweren. Aktiv formuliert klingen diese Sätze so: „Eine Mitarbeiterin Ihres Unternehmens gab mit den Tipp zur freien Stelle als …“ „Kolleg*innen und Freunde schätzen mich als kommunikative Persönlichkeit - das bedeutet aber nicht, dass ich zu viel rede!“ „Im Unternehmen XYZ, in dem ich meine Lehre erfolgreich absolviert habe, arbeite ich seit … als … “ Formulierungen in der Zukunft („Ich werde im Juni meine Ausbildung abgeschlossen haben“) sind übrigens auch Passivkonstruktionen. Schreibe daher immer in der Gegenwart („Meine Ausbildung schließe ich im Juni ab“)!

  3. Möglichkeitsformen vermeiden
    „Eine Stelle in der Nähe meines Wohnortes käme mir sehr gelegen.“ „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.“ „Ich würde sehr gerne eine berufsbegleitende Ausbildung beginnen.“ Der Konjunktiv (Möglichkeitsform) vermittelt in erster Linie Unsicherheit. Würdest du gerne in der Nähe deines Wohnortes arbeiten oder ist es deine feste Absicht? Würdest du gerne zu einem Vorstellungsgespräch kommen oder bringst du lieber zum Ausdruck, wie sehr du dich darauf freust? Dann sag doch besser: „Die Nähe Ihres Unternehmens zu meinem Wohnort ist ideal für mich.“ „Ich freue mich sehr, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen.“ „Im Herbst beginne ich mit der berufsbegleitenden Ausbildung zum …“

Es gibt übrigens eine Reihe von Aktionsverben, die sich besonders gut für bestimmte Sparten eignen. Sehr gerne stellen wir dir dafür eine Liste zur Verfügung. Schreib einfach ein E-Mail mit dem Betreff „Aktionsverben“ an office@tirolerjobs.at. Wir freuen uns auf deine Nachricht und antworten umgehend! Dein Team von tirolerjobs.at!

UNSER FAZIT

Bewerbungsanschreiben und Motivationsschreiben laden ein, dich als Persönlichkeit näher kennenzulernen. Daher sind Formulierungen und Stil für diese "Werbeschreiben" besonders wichtig. Verwende eine aktive Sprache, die sich durch Verbalstil, kurze Sätzen und Indikativ auszeichnet. Vermeide dabei Hauptwörter, die auf -ung, -heit oder -keit enden, Passivkonstruktionen und Konjunktiv. Über den Sprachstil kannst du deine Begeisterung für den neuen Job ausgezeichnet transportieren und bei den Leser*innen großes Interesse an deiner Person auslösen. Mit ein bisschen Übung und den Tipps schaffst du es bestimmt, dein Anschreiben aktiv zu verfassen und dein Ziel auf den Punkt zu bringen. 

 

Susanne Huber-Schwarz - Bewerbungsfee

Susanne Huber-Schwarz, bewerbungsfee.at

Susanne korrigiert und optimiert unter anderem Bewerbungsunterlagen oder erstellt sie auf Wunsch ganz neu. Für nähere Informationen steht sie dir telefonisch unter +43 660 5025820 oder susanne@bewerbungsfee.at zur Verfügung. Susanne freut sich auf deine Anfrage!

 

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