Recruiting in der Krise - Warum jetzt Mitarbeiter*innen suchen?

Die Corona-Krise hat das Arbeitsleben in Österreich stark verändert. Abstandsregeln, Home-Office und Schutzvorkehrungen gehören zum Alltag dazu. Die Suche nach neuen Mitarbeiter*innen ist vielerorts reduziert oder ausgesetzt. Warum die Krise gerade in diesem Bereich eine Chance für Unternehmen bietet, haben wir für Sie als Personaler*in zusammengefasst.

Recruiting in der Krise

Die Corona-Krise trifft viele Tiroler Unternehmen schwer. Viele Betriebe müssen geschlossen bleiben, sind von Lieferengpässen betroffen oder es sind Aufträge weggebrochen. Mitarbeiter*innen mussten in Kurzarbeit geschickt werden oder haben aufgrund der Krise den Arbeitsplatz verloren. Kaum ein Unternehmen profitiert von der Situation und kann normal weiterarbeiten wie zuvor oder gar Umsätze steigern. Mit den ersten Lockerungen kehrt auch ein bisschen Normalität an den Arbeitsplatz für uns alle zurück. Daher ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Suche nach qualifizierten Mitarbeiter*innen fortzusetzen und wieder verstärkt Energie in das Recruiting zu investieren. Warum? – Jetzt weiterlesen.


Zeitvorteil im Recruiting nutzen

Verständlicherweise haben die meisten Unternehmen das Recruiting in den schweren Zeiten eingestellt. Sei es aus finanziellen Gründen oder durch die geänderten Rahmenbedingungen für Bewerbungsgespräche. Ausgangssperren und Reisewarnungen erschwerte das Kennenlernen zwischen Firma und Kandiat*in. Die Aufgaben von Personaler*innen konzentriere sich derzeit häufig auf die Unterstützung der Geschäftsleitung in der Kommunikation sowie die Personalverwaltung. Wer jetzt schon wieder an Neueinstellungen von hoch qualifizierten Mitarbeiter*innen denkt und dies vorbereitet, erarbeitet sich einen Zeitvorteil im Rennen um die besten Talente.

Strategische Überlegungen für die Zeit nach der Krise sind jetzt in allen Unternehmensbereichen gefragt, so auch im Personalwesen und im Recruiting. Wie soll es „danach“ weitergehen, welche Bereiche werden nach der Krise als erstes wieder verstärkt benötigt, welche Projekte werden wahrscheinlich später umgesetzt werden und in welchen Bereichen fehlen Fachkräfte? Wer jetzt gezielt nach Mitarbeiter*innen sucht, hat im Bewerbungsprozess den anderen Unternehmen, die erst nach dem kompletten Ende der Krise das Recruiting wieder aufnehmen, einiges voraus. Die Sichtung von Bewerbungsunterlagen, Erst- und Zweitgespräche via Internet und Telefon, das Kontakt halten mit den Bewerber*innen und Begeisterung für das Unternehmen zu wecken, sind auch vom Home-Office oder bei eingeschränktem Betrieb möglich. Strategisches Personalmanagement ist oberstes Gebot, um nach der Krise personell gestärkt anpacken zu können.


Mehr Bewegung am Arbeitsmarkt als Vorteil

Im März 2020 waren in Tirol doppelt so viele Menschen arbeitslos wie im Vorjahr. Für Unternehmen bedeutet das, dass mehr Arbeitskräfte kurzfristig verfügbar sind und auch Menschen mit guten bis sehr guten Qualifikationen eine neue Beschäftigung suchen. Daher lohnt es sich, auch in Krisenzeiten aktiv nach Mitarbeiter*innen zu suchen. Bei bisher schwierig zu besetzenden Positionen steigt die Chance, passende Bewerbungen zu erhalten und man kann aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit generell auf einen höheren Rücklauf an Bewerbungen hoffen. Menschen in Kurzarbeit sind häufig offen für Nebenbeschäftigungen und Aushilfstätigkeiten. Wer auf den geänderten Arbeitsmarkt reagiert und auch in der Krise aktiv auf der Suche bleibt, profitiert von der schnellen Verfügbarkeit einerseits und andererseits von der größeren Auswahl an Arbeitskräften.


Recruiting und Employer Branding in der Krise

Stellenausschreibungen und Employer Branding in verschiedenen Medien stehen derzeit aufgrund des allgemeinen Rückgangs und des überall bestimmenden Themas Corona besonders im Mittelpunkt und werden als willkommene Abwechslung von Nutzer*innen und Leser*innen empfunden. Weil es schwieriger ist, Marketingausgaben in finanziell schwierigen Zeiten zu argumentieren, ist die Auswahl des richtigen Mediums für die Zielgruppe besonders wichtig. Überlegen Sie sich daher: Welche Zielgruppe möchte ich erreichen? Welche Position ist am wichtigsten und dringendsten zu besetzen? Wie spreche ich meine Zielgruppe am wirkungsvollsten an? Günstigere Möglichkeiten zum Inserieren bietet der Onlinemarkt, über Social Media erreichen Sie die gewünschte Zielgruppe mit wenig Streuverlust und sehr geringen Kosten.

Transparenz und Kommunikation als Erfolgsfaktoren

Damit die Mitarbeiter*innensuche auch in der Krise von Erfolg gekrönt ist, sind die Faktoren Transparenz und richtige Kommunikation enorm wichtig. Bewerber*innen möchten wissen, wie der Bewerbungsprozess angelegt ist und ab wann sie mit dem Arbeitsbeginn rechnen können. Daher ist es notwendig, die Stellenausschreibung an die derzeitige Situation anzupassen und etwas mehr Informationen als üblich in Stelleninserate und erste Rückmeldungen zu packen. Ist der Arbeitsbeginn frühestens im Herbst geplant, hilft Transparenz dabei, Bewerber*innen vor Enttäuschungen und sich als Personaler*in vor Absagen zu schützen. Je klarer ich den weiteren Verlauf kommuniziere, desto höher sind meine Chancen, am Ende der Krise mit hochqualifizierten und bestens passenden Mitarbeiter*innen starten zu können. Natürlich ist hier die Zusammenarbeit zwischen HR und Management besonders gefordert, um realistische Zeitfenster festlegen zu können.

Die Kommunikation über die gesamte Dauer des Bewerbungsprozesses vom ersten Kennenlernen bis zum Arbeitsbeginn ist essenziell, gerade wenn der erste Arbeitstag weiter in der Zukunft liegt. Software wie Zoom oder Skype unterstützen dabei, Bewerbungsgespräche online durchzuführen und Bewerber*innen auch in Zeiten der Austrittsbeschränkungen kennenzulernen und im Gespräch zu sehen. Die Kommunikation bis zum Eintritt des*r neuen Mitarbeiter*in gestaltet man mit Mails, per Brief, über Social Media oder telefonisch. Inhaltlich geht es darum, über den aktuellen Stand zu informieren, Begeisterung für das Unternehmen zu wecken und etwaige Verzögerungen oder Änderungen weiterzugeben. Dies kann man mittels Zusendung der Mitarbeiterzeitung (falls vorhanden) gestalten, Einblicken in die tägliche Arbeit und Ausblicke auf geplante Projekte geben und frühzeitig den Arbeitsvertrag zur Unterzeichnung zuschicken.


Checkliste zum Recruiting in der Krise

  • Recruiting strategisch ausrichten
  • Employer Branding weiterführen
  • Zielgruppen klar definieren
  • Ausschreibungskanäle an Zielgruppe anpassen und damit Kosten sparen
  • Technische Hilfsmittel im Recruitingprozess verwenden (Microsoft Teams, Skype)
  • Kommunikation mit Bewerber*innen intensivieren
  • Realistische Einschätzung transportieren und fixe Zeitvorgaben kommunizieren

UNSER FAZIT FÜR DICH

Strategisches Personalmanagement ist in Krisenzeiten wichtiger denn je. Unternehmen, die in schwierigen Zeiten vorarbeiten, Employer Branding weiterführen, sich schnell an die geänderten Rahmenbedingungen anpassen und gezielt Kandidat*innen ansprechen, kommen erfolgreicher aus der Krise und starten mit neuen Mitarbeiter*innen durch. Wichtig für den Erfolg ist die Kommunikation mit Kandidat*innen und die vorausschauende Planung des gesamten Unternehmens.

Viel Erfolg beim Rekrutieren neuer Talente und alles Gute für den neuen Arbeitsalltag mit Corona wünscht das Team von tirolerjobs.at! Bei Anzeigenschaltung und Social Media Kampagnen stehen wir Ihnen zur Seite und beraten Sie gerne. Ihre Kontaktaufnahme per Mail office@tirolerjobs.at oder Telefon +43 512 319 219 freut uns!

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