Pro Prokrastination oder warum man nicht immer müssen muss

Prokrastination. Allein schon dieses Wort! Für mich hört es sich wie eine Krankheit an und suggeriert, dass ich einen Therapeuten brauche oder mir zumindest einen Ratgeber zu diesem Thema kaufen soll.

Prokrastination | im Job

„Prokrastination“. Klingt krass, hat aber keine deutsche Wortwurzel. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und ist zusammengesetzt aus den Wörtern „pro“ = „für“ und „cras“ = „morgen“. „Für morgen“ - aufschieben also. Aber bin ich wirklich faul oder unorganisiert, wenn ich ein Vorhaben lange vor mich herschiebe? Ich finde: nein. Während man aufschiebt, geschieht oft sehr viel Positives, wie zum Beispiel diese 5 Dinge:


1. Aufschieben bedeutet nicht, untätig zu sein

Zu diesem Thema gibt es sogar wissenschaftliche Studien: Während ich beispielsweise meine Buchhaltung vor mich herschiebe, weil mir Belege und Zahlen seit jeher ein Gräuel sind, erledige ich andere Aufgaben. Fenster putzen oder Keller ausmisten zum Beispiel. Bin ich nun untätig oder gar faul? Faule Menschen, so die Meinung von Psychologen, vermeiden Anstrengung und fühlen sich gut dabei. Wenn ich putze, habe ich zwar eine Sache aufgeschoben, gleichzeitig jedoch eine andere erfolgreich erledigt. Und ich fühle mich gut dabei. Punkt.


2. Den Kopf frei bekommen

Irgendwann erwischt es auch die Fleißigsten: Nach einer langen, produktiven Phase geht einfach nicht mehr viel. Der Kopf ist voll und wir sind müde. Hier bieten sich zwei Lösungen an: Entweder ab in die Hängematte oder rauf auf die Couch, um eine Runde zu schlafen, tagzuträumen oder seinen Gedanken nachzuhängen. Noch effektiver ist Bewegung an der frischen Luft. Ein Spaziergang oder eine kleine Wanderung machen den Kopf frei und offen für neue Ideen und Pläne. Gestärkt vom Naturerlebnis machen wir uns dann wesentlich motivierter und schneller an die Arbeit - siehe Punkt 3.


3. Deadlines steigern die Produktivität

Wer kennt das nicht? Egal, ob an der Uni oder im Job: Je näher der Abgabetermin rückt, umso produktiver werden wir. Wir arbeiten schneller und unter Druck entsteht oft so manche Idee, die uns beim Herumtrödeln gar nicht gekommen wäre. Für ein paar Tage Arbeit unter Hochdruck hat sich die Zeit in der Sonne oder beim Kaffeeklatsch mit guten Freunden doch alle Mal gelohnt, oder etwa nicht?


4. Manchmal erledigt sich etwas wie von selbst

Das habe ich auch schon einige Male erlebt: Entweder es gibt ganz liebe Menschen in deiner Umgebung, die eine bestimmte Aufgabe gleich für dich miterledigen. Oder jemand, dem*r du zuarbeiten musst, entscheidet sich plötzlich ganz anders und es ist gar nicht mehr nötig, dass du aktiv wirst. Was kann es Schöneres geben?


5. Einfach mal spontan sein

Angenommen, du schraubst dich davor, eine Arbeit zu beginnen, weil dir der Lösungsweg zu aufwändig erscheint. Warum wirfst du nicht einfach einmal althergebrachte Denkweisen über Bord und probierst etwas Neues aus? Was es hier braucht, ist Mut zur Spontanität. Ausbrechen aus dem Regelwerk und Dinge tun, die auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Gut möglich, dass du am Ende viel effektivere Lösungen findest und alle mit deiner Kreativität begeisterst!

Habe ich mit diesen Argumenten dein schlechtes Gewissen beruhigt, weil du auch gerade was aufschiebst? Das freut mich! Wegen unserer „Aufschieberitis“ brauchen wir noch lange keinen Therapeuten - es reicht auch schon, regelmäßig die Artikel auf unserer Seite zu lesen … Liebe Grüße, dein Team von tirolerjobs!

 

Susanne Huber-Schwarz - Bewerbungsfee

Susanne Huber-Schwarz, bewerbungsfee.at

Susanne korrigiert und optimiert unter anderem Bewerbungsunterlagen oder erstellt sie auf Wunsch ganz neu. Für nähere Informationen steht sie dir telefonisch unter +43 660 5025820 oder susanne@bewerbungsfee.at zur Verfügung. Susanne freut sich auf deine Anfrage!

 

 

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