Motivation - Von Idolen, Zielen und dem inneren Schweinehund

Kaum eine Thematik wird in der Welt der sozialen Medien so häufig aufgegriffen wie Motivation. Unzählige Bilder, Videos und Texte sollen uns dazu inspirieren, unsere Ziele zu setzen, anzugehen und zu erreichen. Sport ist dabei häufig sowohl Transportmittel, als auch Teil der Zielsetzung. Und das nicht zu Unrecht: Vieles, was wir im Sport lernen können, lässt sich auch auf andere Bereiche, gerade unser Arbeitsleben, umlegen.

Motivation im Job

Die enge Verknüpfung zwischen den Thematiken Motivation und Sport in unserer Gesellschaft ist weder zufällig, noch neu. Lange bevor der regelmäßige Gang ins Fitnessstudio zur größten Herausforderung für den „inneren Schweinehund“ geworden ist, sahen wir Sportler als Inbegriff der Motivation und Zielsetzung an. Bereits im alten Griechenland wurden Olympioniken nicht nur zum Vorbild von Statuen, sondern auch zum Synonym für Zielstrebigkeit.

Die Vorbildwirkung von Sportlern ist bis heute ungebrochen. Die Idole aus dem Sport bieten uns auch außerhalb des Feldes Inspiration und Motivation. Gerade die auf Plattformen wie YouTube oder Instagram so weit verbreiteten Motivationsvideos sind häufig mit Monologen von realen, aber auch fiktiven Persönlichkeiten aus der Welt des Sports unterlegt. So referiert Arnold Schwarzenegger über Ziele und Visionen, während Al Pacino in seiner Rolle als Trainer eines problemgeplagten Teams im Football-Epos „Any given Sunday“ predigt, wie wichtig jeder gemeinsam erkämpfte Zentimeter sei.


Motivation ist Teamwork

Dabei trifft Al Pacinos Figur einen zentralen Punkt. Viele sehen Motivation als etwas an, was jeder für sich selbst finden und umsetzen muss. Wer jedoch alleine um seinen Antrieb kämpft, steht oft auf verlorenem Posten. Die Einbindung von anderen ist der langfristige Motor der Motivation. Suche dir daher Teamkollegen, sei es am Sport- oder Arbeitsplatz, die dir dabei helfen, deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Gemeinsam lassen sich auch schlechtere Tage leichter überbrücken und die besseren Tage noch produktiver nutzen. Außerdem hilft das Gefühl der Verantwortung Anderen gegenüber beim diszilpinierten Umsetzen.


Zielsetzung: Eine Wissenschaft für sich

Im Sport wie im Alltag sind Ziele stets der Gradmesser des Erfolges. Wie diese Ziele jedoch aussehen sollen, darüber gehen die Meinungen stark auseinander. Während viele auf Meilensteine als Motivator schwören, verzichten andere ganz auf sie. So verweigert sich unter anderem Gregg Popovich (Cheftrainer der San Antonio Spurs und fünffacher NBA-Meister) jeglicher in Zahlen fassbare Ziele, sei es die Anzahl gewonnener Spiele oder erzielte/zugelassene Punkte. Popovich begründet diese ungewöhnliche Methodik damit, dass diese absolute Art der Zielsetzung seine Spieler davon abhalten würde, ihr maximales Potenzial abzurufen.

Diese Abwägung spiegelt die zentrale Problematik der Zielsetzung wider: Sind die Ziele zu hochgesteckt, kann der resultierende Misserfolg demotivierend wirken. Sind die Ziele allerdings zu leicht erreichbar, bleibt die Motivation durch die folgende Perspektivlosigkeit auf der Strecke. Auch bei dieser Problemstellung können Außenstehende behilflich sein. Besprich deine Ziele mit Freunden und/oder Arbeitskolleg_innen, um deine Vorhaben realistisch zu gestalten und somit die Balance zwischen Ansporn und Realisierbarkeit zu wahren.

Bei der Formulierung deiner Ziele ist es daher wichtig, sowohl deine individuellen Stärken, als auch deine Schwächen miteinzubeziehen. Während die Betonung deiner Schwächen dafür sorgt, dass du dich gezielt verbessern kannst, hilft die Hervorhebung deiner Stärken dabei, dir den Prozess zu erleichtern und den Antrieb nicht zu verlieren.

Darüber hinaus sollten deine Ziele auch immer eine zeitliche Vorgabe enthalten. Ohne konkreten Zeitrahmen wirst du schnell in die „Das mache ich morgen“-Mentalität zurückfallen, der du mit Hilfe deiner Zielsetzung entkommen willst.


Motivation kommt von Motiven

Neben dem Herausarbeiten von dem, was du erreichen möchtest, ist es auch wichtig festzuhalten, warum du dir diese Ziele gesetzt hast. Für jedes Ziel solltest du mindestens einen Grund aufschreiben, warum du es erreichen willst. Auf diese Notizen kannst du später zurückgreifen, falls du neuen Antrieb brauchst oder Schwierigkeiten hast, den Zeitplan deiner Ziele einzuhalten.

Mit ambitionierten, aber realistischen Zielen, die auf deinen Wünschen basieren, sowie ein bisschen Teamwork lässt sich der Weg zum Erfolg motiviert und mit Elan beschreiten. Wenn zu deinen Zielen auch ein neuer Job gehört, findest du auf tirolerjobs.at Anregungen und Ideen rund ums Thema Bewerben und Jobsuche, sowie natürlich Stellenangebote aus ganz Tirol. Viel Erfolg bei der Suche und beim Erreichen deiner ganz persönlichen Ziele!

Blogbeitrag von Jochen Kutscher

 

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