Früher müde? So begegnest du der Frühjahrsmüdigkeit bei der Arbeit

Es ist paradox: Die Sonne wird von Tag zu Tag kräftiger, die Natur erwacht und zeigt uns, wie schön das Leben sein kann. Eigentlich sollte diese positive Energie auf uns überschwappen. Eigentlich. Bei vielen ist das Gegenteil der Fall: Im Frühjahr fühlen wir uns müde und antriebslos und quälen uns durch den Tag. Warum ist das so?

Frühjahrsmüdigkeit im Job

Frühjahrsmüdigkeit ist keine Einbildung. Sie tritt häufiger in der nördlichen Hemisphäre auf und ist durch den Klimawechsel bedingt. Unser Körper muss sich von der kalten auf die warme Jahreszeit umstellen. Der Blutdruck senkt sich, weil die Temperaturen ansteigen und die Blutgefäße sich weiten. Zudem, so sagen Mediziner, ist bei vielen von uns der Serotonin-Spiegel fast aufgebraucht. Serotonin gilt als Glückshormon, das uns Energie und Lebensfreude schenkt. Die Ausschüttung des körpereigenen Hormons Melatonin überwiegt - das macht uns schläfrig! Frauen und ältere Menschen sind häufiger von der Frühjahrsmüdigkeit betroffen als Männer. Dauern Symptome wie Müdigkeit, Kopf- oder Gelenkschmerzen und Schwindel länger als vier Wochen an, bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen! Der Antriebsschwäche könnten auch ernsthaftere Ursachen zugrunde liegen.

Wenn du zu denjenigen gehörst, die an ihrem Arbeitsplatz schon am frühen Morgen aus dem Gähnen nicht mehr herauskommen, helfen dir vielleicht diese Tipps:


Zwischendurch im Stehen arbeiten - aber richtig!

Unser Körper ist nicht für das Sitzen gemacht. Wusstest du, dass wir eigentlich dafür „gebaut“ sind, uns täglich circa 10 Kilometer zu bewegen? Zwischendurch im Stehen zu arbeiten entlastet Rücken und Beine. Wichtig ist, im Stehen immer etwas in Bewegung zu bleiben: Das fördert den Kreislauf und die Durchblutung der Muskulatur und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Ideal sind natürlich höhenverstellbare Tische. Wer das nicht hat, nimmt sich einen geeigneten Arbeitstisch wie zum Beispiel einen Stehtisch. Wichtig sind eine aufrechte Haltung und der Verzicht auf Stöckelschuhe. Sobald die Beine müde werden, ist es auch wieder genug mit dem Stehen! Die Dauer des Stehens lässt sich kontinuierlich steigern.


Mehr Wege zu Fuß zurücklegen

Zurück zu den „im Plan“ vorgesehenen täglichen 10 Kilometern: Wer öfter die Treppe statt den Lift benützt oder das Auto für kurze Wege stehen lässt, tut sich (und der Umwelt) viel Gutes. In Innsbruck hat der Autoverkehr so zugenommen, dass Autofahrer in der abendlichen Rush Hour rund ein Drittel mehr Zeit brauchen, um nach Hause zu kommen. Der Verzicht auf den fahrbaren Untersatz für zumindest kurze Wege tut dem Kreislauf gut und wirkt der Staubildung entgegen.


Reizüberflutung reduzieren

In unserer schnelllebigen Zeit sind wir permanenten Reizen ausgesetzt. Auch das verursacht Stress und macht müde! Verzichte, so gut es geht, auf Laptop und Smartphone.

 

[Außerdem auf tirolerjobs.at: Digital Detox: 10 Tipps für die Auszeit von Smartphone und Co.]

 

Du entlastest deinen Kopf und sorgst für besseren Schlaf, wenn du vor dem Zubettgehen eine To-do-Liste für den nächsten Tag erstellst. Aber bitte mit Stift und Papier! Dieser Tipp scheint zwar aus Omas Mottenkiste zu stammen, hat aber nichts an Effektivität eingebüßt.


Zumindest auf Zucker verzichten

Die Zeit bis Ostern ist in unserem Kulturkreis untrennbar mit der Fastenzeit verbunden. Ich bin kein Fan vom Fasten! Jeder von uns muss seinen Alltag stemmen, ist Stress ausgesetzt und braucht eine entsprechende Energiezufuhr in Form von ausgewogener Ernährung. Was jedoch machbar ist und über das Frühjahr hinaus praktiziert werden sollte: dem Zucker aus dem Weg gehen, so gut es geht. Unsere Bauchspeicheldrüse ist im Dauereinsatz, wenn wir regelmäßig Zuckerhältiges zu uns nehmen: Der Spiegel des Insulins, das die Bauchspreicheldrüse im Gegenzug ausschütten muss, ist dauerhaft zu hoch. Der Blutzuckerspiegel rauscht nach unten - und wir sind einfach nur müde. Zucker versteckt sich in Soft Drinks, Getreide, Fertiggerichten und vielem mehr. Am besten gar nicht mehr zu Naschereien, Kaugummi und Co. greifen und Tee und Kaffee ungesüßt trinken! Mit dieser Maßnahme tust du auch viel gegen die Frühjahrsmüdigkeit.


Altes Obst vor dem Vergammeln retten

Ja, Obst enthält auch Zucker. Aber im Gegensatz zu Industriezucker baut unser Körper Fruktose insulinunabhängig ab. Daher kommt es bei gesunden Menschen zu keinem Problem mit dem Blutzuckerspiegel. Hast du gerade Obst zu Hause, das keiner mehr essen mag, weil es nicht mehr schön aussieht? Aus Apfel, Banane, Kiwi oder Orange wird im Handumdrehen ein wunderbarer Obstsalat, den du mit dem Saft einer halben Zitrone bis zum nächsten Tag frisch halten kannst. Gehackte Nüsse oder Mandeln dazu - fertig ist der gesunde Snack für den Arbeitsplatz, der wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefert. Alte Mandarinen, deren Inhalt schon zu schrumpfen droht, bitte nicht wegwerfen! Am besten aufschneiden und auspressen - kaum zu glauben, wie viel Saft man noch herausbekommt!


Ab in die Sonne!

Nütze, wann immer es geht, Pausen für ein Bad in der Sonne! Nach den Wintermonaten braucht unser Körper das Vitamin D, das uns fast nur die Sonne liefern kann. Alternativ kannst du Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen oder vermehrt Champignons, Avocados, Eier oder Lachs essen. Vitamin D macht nicht nur glücklich. Unser Körper braucht es, um unsere Knochen zu stärken und Osteoporose vorzubeugen.

Wir denken, hier sind einige Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit dabei, die du leicht umsetzen kannst. Jetzt nur keine Ausreden finden! Wenn natürlich gar nichts mehr hilft, nimmst du dir am besten eine Auszeit. Das Team von tirolerjobs.at wünscht dir in jedem Fall ein schönes Frühjahr, das du in vollen Zügen genießen kannst!

 

Susanne Huber-Schwarz - Bewerbungsfee

Susanne Huber-Schwarz, bewerbungsfee.at

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